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Kennzeichnung von kosmetischen Mitteln

Kosmetische Mittel, die gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden, unterliegen einer Kennzeichnungspflicht, die dem Verbraucher wichtige Informationen zu dem jeweiligen Produkt liefert.

  1. Angabe der verantwortlichen Person in der Europäischen Union:
    Der Name und die Anschrift der verantwortlichen Person in der Europäischen Union muss angegeben werden. An dieser Adresse müssen zu Kontrollzwecken auch die Produktunterlagen bereitgehalten werden.
  2. Bei importierten kosmetischen Mitteln muss das Ursprungsland angegeben werden.
  3. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum oder die Angabe der Haltbarkeit nach dem Öffnen:
    Verschiedene Kosmetik-Gegenstände Kosmetische Mittel sind in der Regel sehr lange haltbar. Die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums ist hier nur erforderlich, wenn die Haltbarkeit des ungeöffneten Produktes 30 Monate oder weniger beträgt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird mit den Worten „mindestens haltbar bis“ oder mit dem Sanduhrsymbol kenntlich gemacht.

    Verschiedene Kosmetik-Gegenstände Bei kosmetischen Mitteln, die ungeöffnet länger als 30 Monate haltbar sind, wird statt dessen der Zeitraum angegeben, in dem das Produkt von dem Verbraucher nach dem Öffnen verwendet werden kann, ohne dass eine Gefährdung der Gesundheit zu erwarten ist. Diese Information wird meistens mit Hilfe des hier abgebildeten Symbols in Monaten und/oder Jahren angegeben.
  4. Den Verwendungszweck des Erzeugnisses, sofern er sich nicht aus der Aufmachung ergibt.
  5. Die Liste der Bestandteile (Ingredients)
    Die Bestandteile sind in abnehmender Reihenfolge ihres Gewichtes zum Zeitpunkt der Herstellung des kosmetischen Mittels anzugeben. Von dieser Reihenfolge ausgenommen sind hierbei lediglich Inhaltsstoffe mit einem Gehalt von weniger als 1 %. Diese können in ungeordneter Reihenfolge am Ende der Bestandteilliste aufgeführt werden. Da die meisten Inhaltsstoffe mit mehreren, sehr unterschiedlichen Bezeichnungen vermarktet werden, hat man sich in Europa bei den kosmetischen Mitteln auf eine einheitliche Nomenklatur geeinigt. In dem “Inventar“ ist für jeden Inhaltstoff eine definierte Bezeichnung, die „INCI-Bezeichnung“ festgelegt. In der Bestandteilliste muss diese Bezeichnung verwendet werden. Diese Vorgabe soll die Lesbarkeit der Bestandteilliste vereinfachen und u. a. Allergikern bei der Produktauswahl helfen.
    Inventar (INCI) in der Version aus dem Jahr 2006,
    Cosing Datenbank der Europäischen Kommission für Kosmetik-Bestandteile
  6. Warnhinweise
    Bestimmte Inhaltsstoffe und besondere Vorsichtsmaßnahmen, die bei dem Gebrauch des Produktes zu beachten sind, müssen besonders kenntlich gemacht werden, wie z.B.:
    • enthält Formaldehyd, enthält Alkali, enthält Natriumfluorid,...
    • nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren,
    • Kontakt mit den Augen vermeiden,
    • Erblindungsgefahr,
    • nur für gewerbliche Verwendung,....
  7. Chargenkennzeichnung
    Auf jedem kosmetischen Mittel muss eine „Chargennummer“ angegeben sein. Diese ist für den Verbraucher nicht immer leicht zu erkennen und liefert hier auch keine sichtbaren Informationen. Sie soll bei einer fehlerhaften Produktion einen schnellen, lückenlosen Rückruf der entsprechenden Charge gewährleisten.
  8. Die Füllmenge des Produktes

Bei der Kennzeichnung und Werbung von kosmetischen Mitteln, dürfen außerdem keine Texte, Bezeichnungen, Abbildungen u.dgl. verwendet werden, die Merkmale oder Funktionen vortäuschen, die die betreffenden Erzeugnisse nicht besitzen.