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Was ist Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie?

Bei der Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC) handelt es sich um ein instrumentell-analytisches Verfahren zur Trennung komplexer Substanzgemische. Das Ziel dieses Trennprozesses ist die Isolierung, eindeutige Identifizierung und Quantifizierung eines zu untersuchenden Stoffes aus einer Vielzahl von Probenbegleitstoffen.

Eine HPLC-Anlage besteht im Wesentlichen aus einer Hochdruckpumpe, einem Einspritzsystem, einer Trennsäule und einem Detektor mit Auswertesystem.

Während der Analyse wird mithilfe der Pumpe ein Lösungsmittelgemisch – die so genannte mobile Phase – kontinuierlich mit hohen Drücken (bis zu 600 bar) durch das Trennsystem transportiert. Der zu untersuchende Probenextrakt gelangt über das Einspritzsystem in das Herzstück der Anlage: in die Trennsäule. Diese Säule enthält ein feinkörniges Trennmaterial (z. B. Kieselgel) – die so genannte stationäre Phase. Im Laufe des Trennprozesses kommt es zu komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Trennmaterial, den Probenbestandteilen und dem hindurchströmenden Lösungsmittelgemisch. Die Inhaltsstoffe der Probe verlassen die Trennsäule zu unterschiedlichen Zeiten und können mithilfe eines Detektors identifiziert und quantifiziert werden. Es gibt eine Vielzahl von Detektoren (z.B. Diodenarray- oder Fluoreszenzdetektor). Heutzutage wird die HPLC zum Substanznachweis im Spurenbereich häufig mit einem Massenspektrometer gekoppelt (HPLC-MS/MS).

Welche Analysen werden durchgeführt?

Die Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie ist ein weit verbreitetes Analyseverfahren. Als Beispiele können die Untersuchungen von Lebensmitteln auf Inhalts- und Zusatzstoffe (z. B. Histamin, Farbstoffe, Konservierungsstoffe) sowie Umweltkontaminanten (z. B. Mykotoxine) genannt werden. Weitere Einsatzgebiete der HPLC sind Futtermitteluntersuchungen und der Nachweis von Tierarzneimittelrückständen und illegalen Masthilfsmitteln in tierischen Matrices wie Gewebe, Blut, Urin, Eier, Milch etc.